Mütter und Kinder leiden unter der Corona-Krise: Hunger kommt aus allen Richtungen

Das Covid-19-Virus hält die Welt in Atem. Nach Asien, Europa und Amerika kam das Virus – laut offiziellen Angaben – am 2. März auch auf dem afrikanischen Kontinent, am 14. März in Äthiopien, an. Die meisten Staaten haben auch dort mit einem zumindest teilweisen Lockdown des öffentlichen Lebens reagiert. Was heisst das in Äthiopien?

Wie bei uns sind Veranstaltungen abgesagt, Schulen, Läden, Restaurants und offizielle Stellen geschlossen. Hinzu kommt, dass die regionalen Grenzen ebenfalls geschlossen sind und der öffentliche Transport praktisch zum Stillstand gekommen ist, was natürlich zu Versorgungsengpässen führt. Um der Aufforderung zum Hände waschen nachkommen zu können, hat die Regierung öffentliche Handwasch-Stationen installiert, da viele Menschen kein fliessendes Wasser haben. Wo Menschen eng aufeinander leben, ist es noch schwieriger als bei uns, den erforderlichen Abstand einzuhalten. 

Die Pandemiemassnahmen kombiniert mit den Ernteausfällen aufgrund der massiven Heuschreckenplage führen zu Nahrungsmittelknappheit und Hunger. In einem Land, in dem viele Menschen Taglöhner sind, fällt das sowieso schon knappe Einkommen bei einem Lockdown sofort weg – und somit auch die Möglichkeit, Nahrungsmittel zu kaufen.

Die Lebensmittelpreise sind bis zu 50 Prozent höher als vor einem Jahr. ilanga hat deshalb beschlossen, sofort Nothilfe zu leisten. Die ersten 13 alleinerziehenden Mütter mit ihren insgesamt 24 Kindern, die wir ins Programm aufnehmen konnten, wurden von uns, in Absprache mit dem Woreda, mit Grundnahrungsmittel versorgt. Einige waren bereits so schwach, dass sie die Waren kaum nach Hause tragen konnten. 

Wenn aber die Ausbreitung des Virus und gleichzeitig der Heuschrecken so weitergeht, werden die Leute in Äthiopien sterben – aus welchem Grund auch immer. Bereits jetzt benötigen eine Million Menschen Nahrungsmittelhilfe, weil ihnen die Heuschrecken ihre Ernte gefressen hat. Die bevorstehende Regenzeit und der Lockdown macht es den Insekten noch leichter.

Bevor ilanga mit der eigentlichen Arbeit weitermachen kann, müssen der Verein die Familien in dieser Notlage unterstützen. Damit die Kinder und ihre Mütter und ihre Kinder eine Chance haben.

Wenn Sie die alleinerziehenden Mütter mit ihren Kinder unterstützen wollen, können Sie hier spenden. Vielen Dank!

 


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Mütter unterstützen, Kindern helfen

Alleinerziehenden Müttern und ihren Kindern in Äthiopien eine Perspektive bieten

Strahlende Augen – nicht nur bei ilanga-Gründerin Annemarie, sondern auch bei den unterstützten Müttern und ihren Kindern.
Strahlende Augen – nicht nur bei ilanga-Gründerin Annemarie, sondern auch bei den unterstützten Müttern und ihren Kindern.

Durch Hilfe zur Selbstentwicklung stärken wir mit einfachen Mitteln die Kompetenzen (capacity building) der lokalen

Bevölkerung in Äthiopien. Wir unterstützen alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern, damit sie ihre Lebensgrundlage

nachhaltig verbessern können und so die Existenz- und Entwicklungschancen der Kinder steigern. 

Auch Projekte zugunsten von Kindern und Jugendlichen profitieren von unseren Ressourcen und unserem Know-how.

 

ilanga bedeutet  'die Sonne', das Licht der Sonne, die Wärme der Sonne. Mit unseren Projekten möchten wir erreichen,

dass die Sonne für alle scheint und die Herzen aller Menschen erwärmt.

Team

Ein motiviertes, optimistisches und professionelles Team ist bestrebt, mit engagierter und ausdauernder Arbeit in Äthiopien eine nachhaltige Entwicklung zu garantieren.

Idee

Alleinerziehende Mütter und ihre Kinder leiden oft unter Armut und Ausgrenzung. ilanga bietet Hand zu Mikrokrediten, mit denen sich die Frauen selbständig machen können.

Spenden

Relativ kleine Beträge können schon einen grossen Unterschied machen. Jede Spende kommt den Familien direkt zugute. Die Arbeit vor Ort wird teilweise vergütet.

Aktuell

ilanga sammelt nicht einfach nur Geld. Wir organisieren Events aller Art, um mit unserem Fundraising den Frauen, und dadurch den Kindern, in Äthiopien zu helfen. 


Erfolgsgeschichte

In einem einzigen Samen steckt viel!

Behinderung ist eine Herausforderung für die Person, die es betrifft, die Familie der Behinderten und die Gesellschaft. Kiya, ein 10-jähriger Junge,  lebt mit seiner Mutter in einer einfachen Plastik-Erdhütte in einem Slum von Addis Abeba. Seine Mutter Birhane tut alles, was ihr möglich ist, um seine Gesundheit zu verbessern.
Sie hoffte, dass er von seiner Behinderung (körperlich und geistig) geheilt werden könnte und verkaufte alle Besitztümer, die sie hatte, um die Behandlungen zu bezahlen.
Die beiden Töchter sind gesund, aber Kiyas Zustand hatte den Vater dazu gebracht, die Familie zu verlassen. Er verweigert jede Unterstützung. Der Vater gab Kiya die Schuld an der Verarmung der Familie. Kiya sitzt im Haus, besucht keine Schule und bekommt keine richtige Ernährung. 

Die Mutter gibt ihr Bestes, um Nahrungsmittel zu organisieren. Alle drei Kinder zur Schule zu schicken ist eine echte Herausforderung.
Das vergangene Jahrzehnt war ein echter Stress und bedeutete viel Leiden für die Mutter, die die ganze Last trägt.
Als Ausweg wünscht sich Birhane ein kleines Geschäft, das sich vor allem auf die Gastronomie und das Zubereiten von Kaffee für die lokale Bevölkerung fokussieren würde. Damit glaubt sie, für ihre Familien ein vernünftiges Einkommen erzielen zu können. Ausserdem hofft sie,
dann ihren Sohn Kiya zur Schule zu schicken  und seine Schwestern etwas von ihren schweren Arbeiten für die Familie entlasten zu können.
Für ihre Selbständigkeit braucht sie eine Mikrofinanzierung, um ihre Idee in die Praxis umzusetzen. Sie sehnt sich danach, einen «Baum für
die Familie zu pflanzen! Wo ist der einzelne Samen?»

 

Birhane hat ihren Samen gefunden! ilanga konnte ihr den Kredit geben und sie hat es durch ihre unglaublich positive, fleissige und starke Persönlichkeit in kurzer Zeit schon sehr weit gebracht. Birhane hat ihre eigene Idee umsetzen können und betreibt einen kleinen Kaffeestand
in der Nähe einer Bushaltestelle. Dazu hat sie noch einen kleinen tragbaren Kiosk, macht selbst Flüssigseife und wäscht die Arbeitskleider
für eine Garage. Es ist ihr schon möglich, ein Haus mit Innenhof, in dem sie einen Gemüsegarten hat, zu mieten. Sie hat zwei Untermieter, damit  die Miete für sie tragbarer wird. Birhane kann ihre Familie nun besser ernähren  und die Kinder in die Schule schicken. Leider fehlt es noch an einer besseren Unterstützung für den Sohn Kiya. Das möchte sie erreichen, indem sie noch Holzkohle herstellt. Da sie schon fleissig am sparen ist, hat ilanga das Geld dafür gewährt. Auch ist ilanga bemüht, Hilfsmittel und Unterstützung für Kiya zu finden.

 

Birhane: «Das Geld von ilanga und die Freiheit, meine eigene Idee umzusetzen, hat die Wende im Leben meiner
Familie gebracht! Ich bin ilanga unendlich dankbar und werde weiterhin hart arbeiten, damit ich diese einmalige Chance nützen kann.»

 

Der Dank geht an alle, die diese Unterstützung mit einer Spende möglich machen! Vielen Dank!

Kontakt

ilanga

Wauwilermoos 6

CH-6243 Egolzwil

Annemarie Geurts

Tel. 078 789 69 09

 

Luzerner Kantonalbank

6002 Luzern

IBAN CH16 0077 8203 3971 5200 1

BIC LUKBCH2260A

SWIFT LUKBCH2250A

 

 

verein@ilanga.ch

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